Lebenszeichen

Dienstag, 25. November 2014
Unterwegs war ich im letzten Jahr nur in sehr bescheidenem Umfang: Im Kreisgebiet bei diversen Handwerksmeistern! Wir haben in unseren mindestens 200 Jahre bestehenden Altbau eine Heizung eingebaut. Und da es im Herbst unseres Lebens was Dauerhaftes sein sollte, wurde es eine Fußbodenheizung. Was das in einem Altbau bedeutet, wurde uns erst klar, als wir den Bau zu Pfingsten begonnen hatten... Am 19. September ging die Pelletsheizung dann in Betrieb.Nun haben wir es das erste Mal in unserem Leben warm, wenn wir ins Haus kommen! Es fühlt sich super an! Nächste Woche wird hoffentlich das renovierte Bad noch fertig - dann ist Weihnachten für uns schon in der ersten Dezemberwoche! P.S. Wen eine Pelletsheizungsanlage interessiert, der kann sich gern melden! - Ihr erreicht uns schon irgendwie...

Verblüffendes

Montag, 12. August 2013
Es gibt sie noch, die großen Überraschungen!Beworben wurde ein "Kutschenmuseum" im Nachbardorf Hinterstein.Unsere Erwartungshaltung war nicht die Überwältigenste. Wir haben den Besuch dann mit einer Tageswanderung verbunden.Was soll ich sagen? Unglaublich, traumhaft, fantastisch, märchenhaft,spirituell- diese Adjektive beschreiben das kunterbunte Sammelsurium aus Kutschen/Schlitten,Keramik,Kitsch,ausgestopften Tieren (vom Dackel über Eule bis zum Puma und Bären!). Es geht  hangab und hangauf auf verschlungenen engen und bis unter die decke dekorierten Gängen völlig verwirrend durchs Halbdunkel. Alles wird untermalt mit Entspannungsmusik, Wasserplätschern und der Bitte an die Besucher,sich mal nicht zu unterhalten. Man muss es erlebt haben...   

Gesundes

Samstag, 10. August 2013
Unser Urlaubsplatz führt das Wort "Bad" im Ortsnamen. Das hat ja wohl was zu bedeuten.Dr. Sebastian Kneipp hat hier seine Spuren hinterlassen. So gibt es einen Barfußpfad, der 2 Wassertretbecken im Abstand von ca 1,5 Kilometern miteinander verbindet. Es ist erstaunlich, wie ausgesprochen wohl man sich schon nach der erten Benutzung dieser völlig simplen Anwendung von kaltem Wasser fühlt! Dazu noch jeweils die Arme "baden", und die Welt ist heil.
"Der Mensch verschwendet anfangs seine Gesundheit, um Geld zu verdienen. Im Alter verbraucht er dieses Geld, um seine Gesundheit zu erhalten." (Dr. S. Kneipp)

Zollfreies

Freitag, 9. August 2013
Das Wetter hat sich erstmal grundlegend geändert. Aber ein "Ruhetag" tut selbst im Urlaub gut: lesen, vor-sich -hin- dösen, ein paar Einkäufe erledigen...Apropos: Wir waren gestern im "Shoppingparadies" Samnaun in der Schweiz.Die Fahrt dahin hat uns einen sehr schönen Eindruck von diesem Teil der Alpen vermittelt Die Ortsteile von Samnaun  sind zollfreies Gebiet.Und obwohl wir eine EU-Außengrenze passiert haben, gab es keinerlei Kontrolle!Es führt aber auch wirklich nur eine Straße in das Tal hinein bzw. heraus.So konnte ich u.a. für 1,18 Euro den Liter Super erwerben!Es ist schon komisch,wie so etwas geht... 

Urlaubiges

Mittwoch, 7. August 2013
Wir sind wieder mal "unterwegs". Dieses Mal gemeinsam als Urlaubsreise in Deutschland.Unser Zielgebiet ist der/das Allgäu.Nach 4 Tagen Aufenthalt gibt es nur Positives zu berichten. Unser Gastgeberort Bad Oberdorf (Markt Bad Hindelang)verwöhnt seine Urlauber mit einer Gästecard.Damit können wir während unseres Aufenthaltes kostenlos -und vor allem unbegrenzt- 2 eindrucksvolle Bergbahnen nutzen( Einzelfahrt 12 Euro/Person), das Freibad nutzen, in der Region Bus fahren,2 Freizeitbäder besuchen uvm.Das ist echt besucherfreundlich und beeindruckend.So wie die ganze Gegend:Eine angenehme Mischung aus Mittel- und Hochgebirge. Je nach dem, wie es der Gast kann und will... 

Aktuelles vom Grünmetzmühlenwehr

Dienstag, 5. Februar 2013

Im Königsbrücker Stadtanzeiger vom februar habe ich den folgenden Artikel veröffentlicht. Ich will es hier auch noch einmal tun, um die Kontinuität der bericherstattung zu wahren:

Wehrhaftes – wiedereinmal! Zum Stand der Dinge:

Vielen Dank an die Königsbrücker und alle Unterstützer  für die eindrucksvolle Beteiligung an der Unterschriftenaktion zum Erhalt des Grünmetzmühlenwehres! Bis zum Dezember 2012 konnten in der zusammengefassten Liste exakt 1.936 gültige Unterschriften aufgenommen werden. Das Ergebnis ist hervorragend und als Votum eindeutig. Es bleibt die Frage, inwieweit sich die zuständigen politischen und verwaltungsamtlichen Entscheidungsträger in ihren Amtsstuben davon entscheidungswirksam beeindrucken lassen – um ihre bürgerunfreundlichen, geldverschwenderischen und im Sinne des Naturschutzes zweifelhaften Planungen zu überdenken.

Im Dezember gab es zwei Ereignisse, die unser „Grünmetzmühlenwehr“ betrafen.

Zunächst fand eine „Antragskonferenz“ im Umweltamt in Kamenz statt. Hier sollten die Möglichkeiten der Energieerzeugung durch ein beantragtes Kleinwasserkraftwerk am Standort „Grünmetzmühle“ im Einklang mit allen möglichen Interessen sachlich besprochen werden. Wie Teilnehmer berichten, war die Situation zweigeteilt. Einerseits gab es eine Teilnehmergruppe, die an einer gemeinsamen Lösung im Sinne der Natur, der Bürger, des Denkmalschutzes und einer umweltfreundlichen Energieerzeugung interessiert war. Die von dieser Gruppe ausgehenden Gesprächsbeiträge waren zielorientiert, verständlich und höflich. Auf der anderen Seite stellte sich eine kleine Gruppe als kompromissresistente und gegenüber den Bürgern geradezu feindlich gesinnte„Naturschützer“ dar – wobei dabei vorzugsweise hinter zum Teil kryptischen Rechtsformulieren und verquirlten Verwaltungsdeutsch in Deckung gegangen wurde. Besonders interessant war eine von mehreren Auflagen der Naturschutzsachverwalter an den  Antragsteller des Kleinkraftwerks. Dieser habe  u.a. eine „Studie“ zu erstellen, die darüber Auskunft gibt, inwieweit die seit der Wasserabsenkung 2011veränderten Naturbereiche, insbesondere in den abgesenkten Ufergebieten, Schaden nehmen könnten, wenn der Wasserstau durch das Wasserkraftwerk nach 2-3 Jahren Absenkung wieder seinen ursprünglichen Stand erreicht. Welches seltene Lebewesen bedroht sein könnte, wurde nicht angedeutet. :Das Argument, dass die Beseitigung der über 400 Jahre alten Stauwasserfläche der „Grünmetzmühle“ (Gondelteich) die Zerstörung eines mehrere hundert Jahre gewachsenen Naturareals überhaupt erst eingeleitet hat , war für diese „Naturschützer“ andererseits völlig  bedeutungslos. Ich fühle mich fatal an die Debatten um die 1,1 km lange Königsbrücker Ortskernumgehung bzw. ihre 11km lange „Alternative“ in den 1990ern erinnert. Mancher Irrsinn im System ändert sich scheinbar nie….

Das andere Ereignis: Seit 2012 gibt es eine Initiative der sächsischen Staatsregierung für ein neues Gesetz. Dieses soll die Betreiber von Wasserkraftanlagen neben den üblichen Unternehmenssteuern zu einem weiteren finanziellen Aderlass verpflichten – eine Gewinnabgabe im Sinne einer „Wassernutzungssteuer“. Für ein chronisch unterfinanziertes Staatswesen hört sich das vernünftig an. Aber was ist dahinter noch zu vermuten? Im Schatten dieses Gesetzes lässt sich trotz oder gerade wegen der bundesrepublikanischen Energiewende ein sich entwickelndes Wasserkraftunternehmertum verhindern. Sachsen ist, laut Ministerpräsident, ein sich zur Braunkohle bekennendes Land. Braunkohlearbeitsplätze sind Wählerstimmen und Braunkohle bringt richtig viel Geld in die Steuerkasse – im Gegensatz zu den überheblich belächelten kaum nennenswerten Gewinnen „romantischer“ Wasserkraftanlagen. Im Klartext heißt das: In Sachsen soll die Energieerzeugung durch Wasserkraft im Geflecht hausgemachter Gesetze erschwert werden. Die Bedingungen für bereits aktive Stromerzeuger werden drastisch verschärft und der Anreiz für Neueinrichter wird gegen Null verringert. Die „Naturschützer“ in den Ämtern wird das freuen – nur nicht die, die es mit dem Umweltschutz wirklich ehrlich meinen.

Nachtrag: Unterdessen geht die Verschwendung von Steuergeldern vor Ort in Stenz weiter. Der Widder wurde saisonbedingt vorläufig abgebaut. Der „Bach“ als Zufluss für den „See der Freundschaft“ wurde mit einer naturschutzrechtlich zweifelhaften Rohrleitung ausgelegt. Im Frühjahr soll der Widder die Anwohner wieder lautstark terrorisieren. Für mich erfüllt diese Lärmbelastung den Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung. Wo bringt man so etwas eigentlich zur Anzeige? 

final report -Abschließendes

Montag, 5. November 2012
Am Freitag waren wir auf einem der "scenic highways" zwischen Lake Louise und der Saskatchewan Crossing unterwegs, insgesamt rund 200 km.
Der höchste Punkt dabei war der Bow Pass mit 2060 m. Dort war es wieder recht winterlich,auch auf der Straße. Aber bei der vorhandenen Breite und der "Geradlinigkeit" macht auch eine festgefahrene Schneedecke kaum Probleme. Die atemberaubenden Ausblicke haben eh alle negativen Gefühle verdrängt.
Am Waterfowl Lake sind wir dann wieder gewandert. Knapp 3 Stunden durch die kanadische Wildnis. Es war natürlich ein offizieller Trail, den wir benutzt haben. Alles andere wäre dort  schon ein wenig selbstmörderisch. Zahlreiche Spuren im Schnee vom Moose (Elch) , Deer (Hirsch) und auch vom Bear zeigten deren Anwesenheit an. Zu Gesicht haben haben wir keinen von ihnen bekommen. Es war vielleicht auch besser so und die aufkommenden Gedanken über die Folgen eines verstauchten Knöchels oder Schlimmeres habe ich schnell wieder verdrängt...
Der Weg führte durch völlig unberührte Natur zum Lake Chapran. In dessem kristallklaren, leicht grünlichen Wasser spiegelte sich die umschließende, schneebedeckte gigantische Gipfelkette. es herrschte vollkommene Stille. Das ist mir aufgefallen in den Rockies: Es gibt im Winter nur ganz wenige Vögel in dieser unberührten Wildnis und damit auch kaum Bewegung bzw. Geräusche. Es war ein grandioser Abschluss unseres Aufenthaltes in Canada.
Was bleibt noch zu berichten: Sonnabend Rückreise. 2 Stunden Busfahrt zum Flughafen nach Calgary, der ehemaligen Olympiastadt. Der Flug zurück nach Europa führte wieder über Hudson Bay, Grönland, Island, die Britschen Inseln nach Frankfurt und dauerte gefühlt eine Ewigkeit, real 9,5 Stunden. Der Flug nach Dresden dauerte 40 Minuten.( Genauso lange haben wir dann auf unser Gepäck gewartet...) Die Familie hat mich in Vollzähligkeit abgeholt. Das war dann auch wieder sehr schön!