Alltaegliches, un(d)menschliches ...
In diesem Land spielt also Geld fuer den Staat keine Rolle. Ein neuer Hafen fuer 3 Milliarden Dollar? Wird geplant und gebaut! Eine 40 km lange Bruecke nach Bahrein fuer 40 Milliarden? Kein Problem! Die Liste laesst sich ziemlich lange fortsetzen. Mehr dazu unter www.english.qatarinfo.net. Dagegen ist ja prinzipiell nichts einzuwenden, wenn viele, ja moeglichst alle Menschen davon profitieren.
Doch Sie kennen den Satz: "Geld verdirbt den Charakter". Und so geschieht es auch hier. Vor allem Bauarbeiter aus Asien (Indien, Pakistan, Malaysia, Nepal, Vietnam, usw. ) setzen die gigatischen Projekte in die Tat um. Kein Katari ruehrt wirklich eine Hand dafuer. Behandelt werden diese Menschen aber eigentlich wie Sklaven. Sie leben getrennt von ihren Familien zusammengepfercht in "Camps" irgendwo ausserhalb und fast unsichtbar. Sie werden taeglich in mehr oder weniger alten Bussen zu den Baustellen und zurueck gekarrt. Sie erhalten einen Hungerlohn, der aber leider immer noch wesentlich hoeher ist als die moeglichen Einkommen in der Heimat, so dass sie ihre Familien davon mit ernaehren koennen. Ansonsten werden sie mit Verachtung gestraft.
Diese Maenner verbringen ihre freien Tage hauptsaechlich damit, auf oeffentlichen Plaetzen im Schatten zu sitzen und zu warten, dass die Zeit vergeht. Mit groesster Wahrscheinlichkeit ist ein Stueck Rasen oder ein Bordstein irgendwo im Schatten immer noch besser als ihre Unterkunft. Die Welt ist noch lange nicht gerecht…


