Geschaffte(s)

Montag, 28. Juni 2010

Es ist vollbracht! Das 13. Hintergassenfest liegt hinter uns. Natürlich wird es uns Beteiligte noch eine Weile beschäftigen, denn was in 3 Wochen aufgebaut wurde, verschwindet nicht in einem Tag.

"Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst,die keiner kann!" Unter diesem Blickwinkel betrachtet, relativieren sich die teilweise bösartigen Kommentare der ewigen Nörgler. Sie bringen sich ja selbst um so viel: Eine laue Sommernacht mit Freunden genießen, dabei noch unterhalten werden - und alles ohne Eintritt! Unsere Grundidee war ja eigentlich, als Nachbarschaft "Hintere Gasse" einen Beitrag zum Stadtjubiläum 1998 zu leisten und uns gegenseitig auch näher zu kommen. Diese Grundidee wurde prinzipell schon umgesetzt. Veränderte Einflüsse von Außen, kompliziertere Rahmenbedingungen und wachsendes Alter der Beteiligten erschweren die Organisation und Durchführung jedoch zunehmend. So werden wir uns zunächst ein Jahr kreative  Pause gönnen. Die Gottschdorfer Brunnenfest- Organisatoren haben das schon nach dem "10." gemacht...

Ich möchte mich ganz herzlich bei der Stadtverwaltung Königsbrück bedanken, die unser Fest all die Jahre moralisch/ideell unterstützt hat. Ganz praktische Hilfe gab es immer vom Bauhof . Frau Gärtner als Organisatorin und "Heli" & Co als Ausfürende beim Bühnenauf- und abbau etc.,etc. waren eine sehr große Hilfe!Dankeschön!  

Zum Schluss für heute ein Tipp für erste Bilder und persönliche Eindrücke vom "13."

Befremdliches

Donnerstag, 24. Juni 2010

Heute muss ich mal mosern - und zwar über unsere Lokalredaktion der "SZ". Auch regionale Feste müssen beworben werden. Deshalb hatte ich der Redaktion das Programm des "Hintergassenfestes" und einige Hintergrundinfos übermittelt mit der Bitte um Veröffentlichung im Lokalteil. Gestern habe ich mal nachgefragt- heute waren ein paar Sätze zu lesen. Im Ergebnis kann ich nur rufen: Bitte, liebe Nichtrentner, traut euch auch auf unser Fest. Das Programm richtet sich nicht ausschließlich an Rentner, wie im SZ- Text angekündigt!

Freundschaftliches

Sonntag, 20. Juni 2010

Unser Kegelverein hatte Gäste. Kegler aus dem Schwabenland - konkret aus Großbottwar - haben uns besucht. Den Kontakt gibt es schon (oder erst?) seit 12 Jahren. Unsere wechselseitigen Begegnungen haben sich wie die meisten dieser Beziehungen entwickelt: nach Jahren der stetigen Steigerung an Teilnehmern und Unternehmungen pflegen wir nun einen 2-Jahres- Rhythmus, den ein "harter Kern" aufrecht erhält. In diesem Jahr gab es neben Public Viewing und dem obligatorischen Kegelwettkampf  eine Wanderung durch das Tiefental nach Reichenau auf die Naturbühne zu einem Besuch bei "Charly's Tante".Und der hat sich wirklich gelohnt!    

2 Stunden gute Unterhaltung und damit Entspannung wurden von den Laienschauspielern geboten. Für uns und unsere Gäste war es noch insofern besonders, da einer unser Kegelbrüder den Butler gibt! Und wie er den gibt! Aus meiner Sicht ist ein Besuch in Reichenau rundum empfehlenswert!  Auch mit dem "Absacker" danach hat es im Rathauskeller noch prima geklappt.

Heute sind die Kegelfreunde noch in der Landeshauptstadt zu Gange und kehren von dort aus hoffentlich unfallfrei heim...       

Zukünftiges

Freitag, 11. Juni 2010

Auch kleinere Ereignisse werfen Schatten voraus: Wir sind in der heißen Phase der Vorbereitungen auf das 13. Hintergassenfest am 25.und 26.Juni! Es wird traditionell, ruhig, unterhaltsam, mit vielen Möglichkeiten zur Unterhaltung - also wie immer. Die "Kollegen " vom Klostertor in Kamenz bitten diese Woche schon zu Tisch und machen das sicher professioneller als wir - aber dafür nur einen Abend /eine Nacht. 

Nachdenkliches...

Sonntag, 6. Juni 2010

Wir waren gestern abend unterwegs. Ein Silberhochzeitspaar hatte sich einen Auftritt von Crazy Feet gewünscht. So heißt die Linedancegruppe, der wir seit 2006 angehören. Wegen des  fantastischen Wetters konnten wir problemlos mit dem Fahrrad ins Nachbardorf radeln. Das nun wiederum bot doch erstaunliche Einblicke bzw. eine ganz andere Perspektive als das Auto. Und so wurde mir bewusst beim Anblick der ausnahmslos gepflegten Gründstücke - ja oft genug "Anwesen" - , dass wir in Deutschland auf sehr hohem Niveau meckern ...

Bedrohliches

Dienstag, 1. Juni 2010

Lange nicht gelesen- und doch wiedererkannt! In der Heimat tut sich auch so manches, deshalb aus aktuellem Anlass der folgende Text.
Unerwartetes & Unglaubliches

Das Wetter zu Pfingsten war ja glücklicher Weise noch ganz erträglich. So zog es folgerichtig viele, viele Ausflügler in Gottes freie und wunderbar grüne Natur. Ich war auch unterwegs- mit meiner Tochter und den Fahrrädern. Unter anderem führte uns die Runde auch nach Stenz an die alte „Grünmetze“. Und was sahen meine erstaunten Augen dort? Völlig intakte Hinweisschilder wiesen auf den „Gondelbetrieb vom 1. April bis 31. Oktober“ hin – konnte das sein? Das Tor war ebenfalls offen und so betraten wir zögernd das Grundstück.

Tausend wunderbare Erinnerungen wurden plötzlich wach. Wie oft hatten wir während unserer Schulzeit  an der POS II  in Stenz den Sportunterricht zu Herrn Schlereth in die Grünmetze verlegt! Die Wettfahrt mit den Rädern, um die besten Einsitzer zu ergattern… Der Spaß auf dem Wasser und der „Nervenkitzel“ in der Nähe des Wehres… Hangeln auf die kleine Insel, zu Fuß auf die große Insel und der Gaudi mit der Drehwippe… Die wunderbaren ellenlangen Kettenschaukeln auf der „anderen Seite“ in den Bäumen…Die vielen Hochstände entlang des Ufers, die unsere Abenteuerlust und Phantasie beflügelten… Die Gegenwart sieht anders aus. Logischer Weise haben 30 Jahre seit der „Stilllegung“ ihre Spuren hinterlassen. Wunderbar war jedoch die Chance, mit einem Ruderboot und meiner Tochter doch noch einmal kurzzeitig in die Vergangenheit einzutauchen. Wir haben sie genutzt.

Fotos aus der Kinderzeit dokumentieren den Aufenthalt mit „Kind &Kegel“ vor allem zu Pfingsten an diesem wunderbaren Ort. War es an der Anlegestelle noch laut und auch ein wenig hektisch, erlebt(e) der Bootsfahrer nach der ersten Kurve das Wunder der Stille bzw. hört(e) er nur  noch die Stimmen der Natur. Schön wäre eine Wiederbelebung , aber unser heutiges bürokratisches Deutschland macht das einfach unmöglich (Ich sage nur TÜV & Versicherungen) Schade, aber leider die Realität. Trotzdem: schönes Unerwartetes!

Nun ist dieser Bereich der Pulsnitz wieder im Gespräch. Das Wehr, das all diese schönen Erlebnisse möglich gemacht hat, steht zur Disposition. Wasserwirtschaftliche Anlagen unterliegen einem hohen Verschleiß. So sind Sanierungsarbeiten fällig. Im Zuge der Planungen dafür  werden natürlich auch aktuelle Naturschutzaspekte betrachtet und wenn möglich eingearbeitet. Im konkreten Fall galt es, den Fischen eine Treppe einzurichten, damit sie flussaufwärts wandern können. Der Plan stand, Bäume wurden im Uferbereich für die Baufreiheit gefällt – und dann kam das „STOPP“ der unteren Naturschutzbehörde.

In diesem Bereich soll/muss Größeres geschehen! Das Wehr muss gänzlich verschwinden! Da der Fluss aber an dieser Stelle eine gewachsene Basaltbarriere durchbricht, ist es allerdings mit einem einfachen Abriss nicht getan. (Unsere Vorfahren waren schon vor 400 Jahren  in Bezug auf das Erkennen von geografisch/geologisch günstigen Platzen für Flusssperren keine kleinen Dummen!) Auf ca. 500 m Länge soll das Flussbett so umgestaltet werden , das die rund 4m Höhenunterschied „sanft“ ausgeglichen werden. Kein Rückstau mehr, jetzige Flussinseln verlanden, der Uferbereich wird komplett neu gestaltet, ebenso das gesamte Flussbett und die natürliche Basaltbarriere wird mit Betonsteinen verkleidet. Für die Baufreiheit müssen zahlreiche alte, aber gesunde Bäume gefällt werden. Ersatzpflanzungen sind natürlich  vorgesehen - auf der Röhrsdorfer Flur in Form von Obstgehölzen!

Nun komme ich doch ins Grübeln: Ein intaktes Ökosystem wird hochfliegenden, aber völlig unnötigen wasserwirtschaftlichen Plänen geopfert. Eigentlich unglaublich! Es ist klar, dass es einfachere Lösungen gibt, die die Fischwanderung ermöglichen – und dazu noch wesentlich kostengünstiger sind. Sicher, jede Zeit hat ihre Veränderungen und Baumaßnahmen, die von der jeweiligen Gegenwart kritisch bewertet/betrachtet werden. Ich meine trotzdem, wir sollten den „Wasserbauern“ sehr genau auf die Finger schauen bei ihrem Planen & Tun und sie mit unserer zwar laienhaften, aber vom gesunden Menschenverstand geprägten Meinung deutlich konfrontieren. Wir stehen mit dieser Haltung dem „Fortschritt“ keinesfalls im Wege.

Ich hoffe , dass viele von uns die Veröffentlichungen in der Zeitung und ausgehangene Pläne im Rathaus beachtet haben und so unser Mitwirkungsrecht umgesetzt haben und bis Freitag noch umsetzen - wir sind ja dazu aufgefordert!