Gepilgertes

Montag, 25. April 2011

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Die Sächsische Landesausstellung hat in diesem Jahr die "VIA REGIA" zum Thema. Nun ist ja meine Heimatstadt seit mehreren Jahren sehr engagiert mit diesem Thema beschäftigt. Ausserdem sind wir ja Etappenort des Jakobsweges mit einer der urigsten Pilgerherbergen auf der ganzen Strecke - dem Stenzer Armenhaus.                                             


Während der Zeit der Landesausstellung in Görlitz gibt es auch bei uns eine Sonderschau. Im sogenannten Klinkerbau am Stadtpark sind die zahlreichen Modelle der Architekturwerkstatt des Heimatvereins zu sehen/zu bestaunen. Alle haben eine Gemeinsamkeit: es sind markante Gebäude entlang der Via Regia - mittlerweile von Polen bis nach Franken/Hessen!                                                                   


Also fand ich es an der Zeit, in Vorbereitung der Betreuung dieser Ausstellung an den Wochenenden mal selbst Pilgerluft zu schnuppern.Die Ostertage boten dazu Gelegenheit - sowohl von der Zeit her wie vom inhaltlichen Rahmen. Am Karfreitag sind meine pilgererfahrene Tochter und ich also in Panschwitz- Kuckau zu einer ausgeschriebenen Tagesetappe aufgebrochen. Über die Orte Dürrwicknitz und Nebelschütz erreichten wir den Kamenzer Ortsteil Wiesa. Wir bestiegen den Hutberg samt erhöhtem Turm und konnten so sehen, woher wir gekommen waren und wohin wir noch zu laufen hatten.                                                                                             


Selbst solch ein einmaliger und relativ kurzer Fussmarsch hat etwas Besonderes. Wir haben uns während der 6,5 Stunden über Persönliches, Lokal-und Weltpolitisches, Banales, Wichtiges, Witziges, Ernstes unterhalten. Dass Gute an diesen Gesprächen war, dass keiner der Partner anderes "Wichtiges" vorschieben konnte, wenn es mal heikel wurde. So sind einige Dinge mal richtig geklärt worden. Also empfehle ich eine solche Aktion sehr, um Probleme vielleicht gar nicht erst ernst werden zu lassen. Wir hatten natürlich Superwetter zum Wandern. Bei Regen/Niesel wäre unser Weg sicher einsilbiger verlaufen...