Bergiges

Donnerstag, 1. November 2012
Da sind wir also nun die letzten 4 Tage unserer Canada- Weiterbildung in den Rocky Mountains angekommen.Heute Morgen habe ich den Mietwagen von einem Hotelklassiker in Banff abgeholt, den ich nie zu sehen erwartet hatte. Es wurde 1888 erbaut und hat über die 124 Jahre seit seiner Eröffnung schon alle erlauchten Häupter und Stars dieser Welt zur Ruhe gebettet. Entsprechend imposonant steht es auch in der ebenso imposanten Bergwelt hier.
Wir logieren natürlich weniger imposant, aber immerhin: wir haben einen "Hot Pot" Im Innenhof. Die Gegend hier verfügt nämlich über heisse Quellen. Nach einer 3 -Stündigen Wanderung um den Lake Louise in kompletter Winterlandschaft mit zunehmend Schnee von 10 bis 50 cm (am 31.Oktober, nicht zu Silvester!) war es ein absolut entspannendes Vergügen,sich im über 30 Grad warmen Wasser unter freiem Himmel zu erholen.
 Die Bilder zu allen beschriebenen Besonderheiten und Erlebnissen muss ich leider (irgendwann)  wieder als Album nachliefern.
Nach wie vor hat mein Internetprovider WEB.DE weder auf die Beschwerde zur Abschaltung der bisherigen Alben reagiert, noch habe ich Gelegenheit, neue einzustellen. Daran muss aber von Deutschland aus arbeiten...

Edmonton adieu

Donnerstag, 1. November 2012
Gestern war unser letzter Tage in unserer Fortbildungsstadt Edmonton. Es wurde noch einmal hochoffiziell.Wie waren zu Besuch im Regierungsgebäude der Provinz Alberta. Das ist vergleichbar mit dem Sächsischen Landtag. Empfangen und begrüsst wurden wir von "Mr. Honourable Speaker Gene Zwodzdesky".Er ist wiederum vergleichbar mit unsrem Landtagspräsidenten.
Auch erlebten wir wieder die kanadische Lockerheit. Er war natürlich bestens vorbereitet und begrüsste uns auf Deutsch! Das hat er beim Edmontoner Deutschen Karnevalsverein gelernt, wo er einer der "Ritter" ist. Auch die weiteren 45 Minuten, die er uns widmete, war unterhaltsam und dabei äusserst informativ. Am Ende gab es ein Gruppenfoto mit allen. Er bestand darauf, das seine Sekrätärin (fast) alle 20 Fotoapparate unserer Gruppe bediente! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie locker und lustig diese Viertelstunde(!) war...  

Relaxtes

Sonntag, 28. Oktober 2012
Nach 3 Wochen in ständiger Bewegung ist es mir heute nachmittag vergönnt gewesen, mal 4 Stunden nur mit mir allein verbringen zu können ( für meine Frau:Schlafenszeiten natürlich ausgenommen!) Es wurde auch Zeit! Wenn man in so einer grossen Gruppe reist (20 Personen), das Zimmer teilt und dazu noch ein offizielles Programm hat, bleibt keine Zeit für Privatsphäre. Irgend einer hat immer was vor oder hängt sich dran...
Nun steht bald die "Luftveränderung" in die kanadischen Rocky Mountains nach Banff an. Das wird wieder spannend,aufregend und mit Sicherheit erlebnisreich. Ihr werdet davon lesen. 

Unverhofftes

Donnerstag, 25. Oktober 2012
Die für Deutschland unglaublichen Geschichten setzen sich beinahe ohne Unterbrechung fort. ich muss meine "Computerwork" immer noch in der Lobby des Hotels erledigen. Ich hatt es mir gemütlich gemacht in Trainingshose und T-Shirt und war damit beschäftigt, als mein Mitbewohner auftaucht und mir mitteilt, dass wir 3 "unfreiwilligen" Hotelgäste in 10 Minuten zum Abendessen bei einer der Gastgeberfamilien abgeholt werden, die schon 2 Teilnehmer von uns beherbergen. Also alles zusammenpacken, in den 10. Stock fahren, umziehen und los! So etwas kann man nicht ablehnen, auch wenndie Lust gleich Null ist!
Dann kam John. Er holte uns mit seinem VW Passat ab. Der 2. Satz von ihm lautete sinngemäss, dass er sich erst wieder ein "schönes" Auto kauft, wenn sein Sohn aus dem Haus ist. Der hatte nähmlich seinen grossen Dodge in den Bergen geschrottet.Seine Frau Anne begrüsste uns mit einer ehrlichen Herzlichkeit, mit der wir Deutschen einfach nicht mithalten können. Und dann sassen insgesamt 5 (!) deutsche Gäste in einem wunderbar renovierten 100 Jahre altem Haus in Edmonton und haben Lachs im Blatterteig verputzt. Dazu extra Wurst von einem deutschen Fleischer und , und und...Anne hat uns dann wegen einer Chorprobe verlassen. Nach Dessert und Kaffee (endlich mal von gewohnter Stärke) und einem zwanglosen, aber durchaus nicht oberflächlichen Gespräch über die unterschiedlichen Lebensbedingungen hat uns 3 externen Gäste John wieder ins Hotel gefahren. Es waren einfach 3 wunderbare Stunden!

unbelievable - unglaubliches

Mittwoch, 24. Oktober 2012
Heute gibt es heute wieder leichte Kost:  
Hier geschehen die unglaublichsten/lustigsten Sachen. Ich habe  gestern ein Notizbuch im bookshop der Universität gekauft. Als ich es heute aufschlage und benutzen will, finde ich folgende Eintragung: notebook of M.K. Auf den 4 folgenden Seiten kann ich in allen Einzelheiten lesen und nach vollziehen, wie man eine kanadische elektronische  Registrierkasse benutzt und bedient!
Ich bin heute nachmittag in diesen bookshop zurückgekehrt und habe die Verkäuferin mit ihrem Vornamen angesprochen.Es war die selbe wie gestern. Ihren Gesichtsausdruck hättet ihr sehen sollen! Nach einem kurzen klärenden Gespräch habe ich natürlich ein "jungfräuliches" Büchlein erhalten...

Schwere Kost

Sonntag, 21. Oktober 2012

 Heute gibt es mal etwas mehr zu verdauen. Also dann:
Hello, Ladies and Gentlemen, Welcome to the ELK National Park! Wir befinden uns ca.100km östlich von Edmonton. Die Anreise in einem Schulbus hat ca.1 Stunde gedauert. Das ist total nah - für kanadische Verhältnisse! Nach dem Passieren des Eingangstores sind wir innerhalb des Parkes noch einmal von "Königsbrück nach Kamenz" gefahren, bis wir den Ausgangspunkt unserer Kanutour erreicht hatten. (Das war so ungefähr im 1. Drittel des gesamten Ausmasses.) Diese Dimensionen sind immer wieder eine riesengrosse Herausforderung für die Vorstellungskraft von uns Europäern.

Dann tut sich das klassische Kanada - Panorama auf: der See mit baumbestandenen Inseln in der Mitte. Und irgendwann an diesem - wider Erwarten - sonnigem Nachmittag paddele ich mitten hinein in diesen Traum von einer Landschaft. Es ist völlig still. Unwillkürlich verstummen auch die Gespräche mit dem Paddelpartner. Ein paar Enten geben Laut bei Annäherung. Das wäre alles- wenn nicht mit uns 25 chinesische "Professoren" angereist wären, von denen einige das alles total lustig finden und laut in ihren Kanus singen! Simply terrible- einfach furchtbar...
Wir kennen diese Gruppe seit voriger Woche und die Wiedersehensfreude auf chinesischer Seite ist riesengross. Um der Wahrheit genüge zu tun: die meisten chinesischen Paddler sind auch nicht glücklich über das Verhalten einiger ihrer Landsleute. Sie geniessen dieses Naturerlebnis ebenso wie die meisten aus unserer Gruppe.
Auf der Rückfahrt gibt es dann endlich lebende, freilaufende Bisons. Was für ein Hype! 30 Leute schiessen in 10 Minuten ca. 1000 Fotos von zunächst einem einzelnen grasenden Büffel! Danach treffen wir noch auf ein Herde. Der Busfahrer kennt die Metalität seiner Fahrgäste mittlerweile und fährt artig langsam bzw. hält sogar an für weitere "Fotosessions". Die Bilderzahl verdeifacht sich. Auch die Büffelsch... an den Schuhen!
Auch auf dieser Rückfahrt sitzt eine chinesische Kollegin neben mir. Wir reden über alles: Maoismus und seine Überwindung, deutsche Wiedervereinigung , Reiseziele in Deutschland, Halloween und Reformationsfest, Marktwirtschaft und ihre Folgen, Lyrik über die Jahreszeit "Herbst". Ich hoffe, sie kann meine Adresse richtig deuten und schickt die versprochene E-Mail, ich würde ihr gern antworten... 

Hockeymatch

Freitag, 19. Oktober 2012

Okay, den Fun hatten wir. In den letzten 150 Sekunden haben die OIL KINGS (nicht die OILERS, die streiken nämlich!) das Spiel allerdings verloren! That´s hockey! Ein Erlebnis war es allemal, zumal das Mutterland des Eishockey uns in punkto Pausenunterhaltung doch noch reichlich über ist. Die Dresdner EisArena ist aber schon durchaus vergleichbar...

P.S. Ich habe mal wieder Probleme mit dem Bilderhochladen...